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Ist ein Song eigentlich ein eigenes Produkt?

Als Songwriter möchte man in erster Linie Songs schreiben, seine Gedanken und Gefühle verarbeiten. Natürlich wäre es auch sehr schön wenn dieser Song auch andere Menschen erreichen, berühren und ihnen vielleicht sogar helfen würde.


Aber was ist ein Song eigentlich? Ist ein Song in Musik geschaffenes Gefühl? Kann man mit einem Song die Welt verändern? Oder ist ein Song "nur" ein Produkt, das man verkaufen möchte?


Für mich sind Songs und generell natürlich Musik eine der wichtigsten Möglichkeiten Gefühle auszudrücken. Dabei sei es jetzt dahingestellt ob man seine Trauer und seinen Schmerz verarbeiten möchte, positive Botschaften in die Welt hinaustragen möchte oder einfach nur Spaß verbreiten möchte.


Kann man mit einem Song die Welt verändern? Das glaube ich persönlich nicht. Man kann vielleicht nicht die Welt verändern aber man kann definitiv Menschen verändern, ihnen neue Blickrichtungen zeigen und Trost spenden.


Ist ein Song "nur" ein Produkt, das man verkaufen möchte? Wenn man es von der wirtschaftlichen Seite betrachten möchte, dann ja. Wenn jemand viele Menschen mit seinen Songs erreichen möchte, wird er nicht drum herum kommen, den wirtschaftlichen Aspekt des Songwriting völlig außer acht zu lassen.


Da sich der Blog unter anderem auch an die Musiker richtet, die Musik nicht ausschließlich als Hobby sehen sondern auch größere Ziele damit verfolgen möchte ich das Thema Song als Produkt näher betrachten.


Es dürfte sich bei den meisten schon herum gesprochen haben, dass man mit einem einzelnen Song nicht wirklich viel Geld verdienen kann.


Das kann man an mehreren Dingen gut feststellen.


  1. Zum Beispiel sind die CD-Verkäufe massiv zurück gegangen. Das sieht man daran, dass vor einigen Jahren in den einzelnen Geschäften noch viel größere Mengen an CD's kaufen konnte. Heutzutage findet man nur noch kleine Mengen in kleinen Regalen.

  2. Die Möglichkeit im Radio gespielt zu werden sind nicht übermäßig groß. Es werden nur eine geringe Zahl an neuen Veröffentlichungen gespielt. Falls jetzt irgendein bekannter Künstler ein aktuelles Album oder einen aktuellen Song veröffentlicht, wird dieser natürlich bevorzugt behandelt.

  3. In diesem Zusammenhang möchte ich auch anmerken, dass der Weg über eine Plattenfirma sehr zu überlegen ist. Plattenfirmen nehmen heute keine unbekannten Künstler mehr unter Vertrag. Um einen Plattenvertrag zu bekommen muss der Künstler schon davor sehr aktiv sein und sich auch eine größere Fanbase aufgebaut haben.

  4. Heutzutage ist auch die Wahrscheinlichkeit verschwindend geringen einen so großen Welthit zu schreiben, der einen für den Rest seines Lebens mit Geld versorgt. Das war in früheren Zeiten schon wirklich ein Glücksfall und da es immer mehr Musik gibt, darf man sich nicht darauf verlassen, irgendwann einen Welthit zu schreiben.

  5. Auch die Vergütung bei den Streamingportalen ist pro Song nicht sonderlich hoch. Laut einer Quelle aus dem 2020 zahlen die Streamingdienste pro Song: Napster: 0,00916 US-Dollar pro Stream Apple Music: 0,00675 US-Dollar pro Stream Deezer: 0,00562 US-Dollar Pro Stream Amazon Music: 0,00426 US-Dollar pro Stream Spotify: 0,00348 US-Dollar pro Stream Pandora: 0,00203 US-Dollar pro Stream YouTube: 0,00154 US-Dollar pro Stream Ein Stream zählt laut diesen Quellen erst ab 30 Sekunden. Das bedeutet, der Song sollte so interessant gestaltet und produziert sein, dass die Hörer ihn für mindestens 30 Sekunden anhören. Aber auch zu diesem Thema werde ich einen eigenen Blogartikel schreiben. Es gibt auch unsagbar viel Musik auf den Streamingplattformen. Darunter auch Musik, die noch nie jemand gehört hat einfach weil keiner weiß, dass es diese Songs gibt.


Wenn man das alles in Betracht zieht, merkt man recht schnell, dass ein Song alleine als Produkt nicht mehr reichen wird um viele Leute zu erreichen.


Was kann man also tun?


Man darf andere Wege in Betracht ziehen um seine Songs bekannt zu machen und viele Leute zu erreichen. Man darf neue Wege gehen. Man darf umdenken. Man darf auf andere Art und Weise kreativ sein.


Warum sollte man einen Song nicht so sehen, dass er hilft auch andere Produkte zu verkaufen? Es gibt Wege mit denen man mehr Geld verdienen kann und mit denen man auch viele Menschen mit seinen Songs erreichen kann.


Hier sind der Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt. Man darf für sich entdecken welche Bereiche einen noch interessieren.


Ich möchte hier ein paar Beispiele aufzählen, wie man auch kreativ sein kann, sich mit Musik beschäftigen kann und dadurch auch seine Songs vermarkten kann.


  • Bücher schreiben

  • Kurse entwickeln, auch Onlinekurse würden sich hier speziell dafür anbieten

  • diverse Artikel und Produkte verkaufen (darunter kann auch Merchendise fallen)

  • usw.

Den Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt.


Ich möchte jetzt zum Schluss kommen und den Inhalt dieses Artikels noch mal ganz kurz fassen.


Gehen wir davon aus, dass ein Song wirklich gut produziert ist, was auch die Grundvoraussetzung und als Selbstverständlichkeit gelten sollte um überhaupt voran zu kommen. Trotz allem reicht es nicht aus, einen Song zu haben. Songs sollten laufend geschrieben und produziert werden. Aber auch dann ist es nicht gewährleistet, dass ein Song nicht genug Geld einbringt um wirtschaftlichen Nutzen davon zu haben.


Deswegen ist es ratsam, sich weitere Einnahmequellen zu suchen um seine Songs bekannt zu machen und an den Hörer zu bringen.


Dazu sollte die Musik auch dienen. Menschen erreichen, Gefühle auslösen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.


Es wäre schade wenn es gute Songs gibt, die nie jemand hört.


Jeder Mensch hat etwas zu sagen, auch du, und auf jeden Menschen sollte gehört werden, auch auf dich.


Darum schreib Songs wenn es dir liegt und du es tun möchtest. Mache sie bekannt. Es geht nicht darum, ein Weltstar zu werden. Es geht darum, Musik zu machen und sich selbst und andere damit glücklich zu machen.


Musikerleben - Musik erleben



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