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Sich selbst reflektieren und neu ausrichten

  • Autorenbild: Andreas Esterl
    Andreas Esterl
  • 3. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

In letzter Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, wo ich in meinem Leben gerade stehe.

Manchmal ist es ja so, dass man sich sein Leben gut eingerichtet hat. Der Alltag funktioniert, man hat seine Abläufe und vieles läuft so, wie man es sich vorgestellt hat. In solchen Momenten könnte man eigentlich zufrieden sein.

Und trotzdem gibt es Phasen, in denen man merkt, dass sich etwas verändert.


Das Leben bleibt nicht stehen. Es entwickelt sich weiter – und damit auch die eigenen Anforderungen, Ziele und Prioritäten. Genau deshalb gibt es immer wieder Zeiten, in denen man sich selbst hinterfragen sollte.

Passt das, was ich gerade mache, noch zu meiner aktuellen Situation?Oder halte ich an Dingen fest, die früher funktioniert haben, mir heute aber nicht mehr wirklich weiterhelfen?


Mir ist in den letzten Wochen immer klarer geworden, dass es in meinem Alltag Tätigkeiten gibt, die an sich nicht schlecht sind, die mich aber trotzdem eher bremsen als voranbringen.

Das Schwierige daran ist, dass viele dieser Dinge sich gut anfühlen. Man hat das Gefühl, beschäftigt zu sein, etwas zu tun und sich weiterzuentwickeln. Aber wenn man ehrlich ist, merkt man irgendwann, dass genau das nicht unbedingt der Fall ist.


Ein gutes Beispiel dafür ist mein Umgang mit Informationen.

Ich habe viel gelesen – Newsletter, Zeitschriften, Bücher – und mich auch immer wieder mit Kursen, Ausbildungen oder Communities beschäftigt. All diese Dinge haben grundsätzlich ihren Wert und können sehr hilfreich sein.

In meinem Fall haben sie aber dazu geführt, dass ich sehr viel konsumiert habe und dadurch weniger ins Umsetzen gekommen bin.


Und genau an diesem Punkt habe ich gemerkt, dass ich etwas verändern muss.

Nicht, weil diese Dinge schlecht sind – sondern weil sie in meiner aktuellen Situation nicht mehr das sind, was mich wirklich weiterbringt.


Ein ähnlicher Gedanke hat sich auch beim Thema Fitness ergeben.

Ich hatte ein Trainingsprogramm, das gut funktioniert hat und das ich regelmäßig durchgezogen habe. Es war ein fixer Bestandteil meines Alltags.

Mit der Zeit hat sich mein Leben aber verändert. Mehr Kurse, mehr Unterricht, insgesamt ein dichterer Alltag – und plötzlich hat dieses System nicht mehr so gut funktioniert wie früher.


Früher hätte ich vielleicht gedacht, dass ich einfach keine Zeit mehr dafür habe.

Heute sehe ich das anders.

Es geht nicht darum, Dinge komplett aufzugeben, sondern sie an die aktuelle Situation anzupassen. Vielleicht nicht mehr in der gleichen Form wie früher, aber so, dass sie weiterhin einen Platz im Leben haben.


Und genau das ist für mich im Moment ein zentraler Punkt:

Immer wieder ehrlich hinzuschauen und zu hinterfragen, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.


Nicht alles, was gut ist, ist auch im richtigen Moment sinnvoll.Und nicht alles, was man einmal aufgebaut hat, muss für immer gleich bleiben.


Für mich bedeutet das aktuell, mich bewusster zu entscheiden:

Womit verbringe ich meine Zeit?Was bringt mich wirklich weiter?Und von welchen Dingen sollte ich mich vielleicht lösen?


Ich bin noch nicht dort, wo ich sein möchte.

Aber ich habe das Gefühl, dass ich klarer sehe als noch vor einiger Zeit.

Und vielleicht ist genau das der Anfang von Veränderung.

 
 
 

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