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Warum Musiker heute Unternehmer sein müssen.

  • Autorenbild: Andreas Esterl
    Andreas Esterl
  • 31. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Es wäre natürlich schön wenn das Leben als Musiker einzig und allein aus Musikmachen bestehen würde. Wenn man jedoch mit seiner Musik raus möchte und nicht nur zuhause für sich alleine Musik machen möchte, kommt man irgendwann nicht mehr darum herum auch unternehmerisch zu denken.


Neben Themen wie Marketing und Finanzen ist es auch wichtig organisiert zu sein. Natürlich klingt das im ersten Moment vielleicht langweilig, weil man als Musiker oft eher kreativ sein und frei arbeiten möchte. Auf der anderen Seite möchten viele Musiker Menschen mit ihrer Musik erreichen. Und genau dafür braucht es heutzutage oft auch eine unternehmerische Denkweise.


Für mich persönlich bedeutet das zum Beispiel, dass ich mir ein kleines Buchhaltungssystem aufgebaut habe damit ich einen guten Überblick über meine Einnahmen und Ausgaben habe. Natürlich spielt dabei auch das Thema Steuern eine Rolle. Ich finde einfach, dass man gegenüber dem Finanzamt ehrlich und transparent sein sollte. Außerdem hilft es einem selbst wenn man seine finanziellen Dinge ordentlich organisiert hat.


Am Anfang wirken solche Themen oft kompliziert oder wie ein notwendiges Übel. Wenn man sich allerdings einmal damit beschäftigt hat und ein funktionierendes System aufgebaut hat, läuft vieles irgendwann fast nebenbei mit.


Auch das Thema Marketing sollte man als Musiker nicht komplett außer Acht lassen. Gut, ich selbst würde mich jetzt nicht als Marketingexperten bezeichnen. Ich nutze für mich einfach die Möglichkeiten, die Social Media heutzutage bietet um über meine musikalischen Aktivitäten und Angebote zu berichten. Und ehrlich gesagt hat mir das auch schon sehr geholfen. Zum Beispiel habe ich dadurch die Möglichkeit bekommen regelmäßig verschiedene Kurse an der Volkshochschule zu leiten.


Da ich es wichtig finde sich regelmäßig weiterzubilden lese ich auch viele Bücher. Dabei geht es nicht nur um Musik sondern auch um Themen wie Finanzen, Marketing oder Mindset. Ich finde, dass man dadurch immer wieder neue Denkanstöße bekommt und sein eigenes Unternehmen beziehungsweise sein Musikerleben weiterentwickeln kann.


Ich schreibe bewusst „Unternehmen“, weil Musik für mich nicht mehr nur ein Hobby ist sondern mittlerweile auch ein Beruf geworden ist. Das bedeutet natürlich auch, dass ich Verantwortung übernehmen muss.


Ich bin außerdem sehr technikaffin und versuche viele organisatorische Dinge direkt mit dem Handy zu erledigen. Dazu gehören zum Beispiel mein Haushaltsbuch, meine Ein- und Ausgaben oder auch mein Fahrtenbuch. Gerade solche Dinge wirken vielleicht unspektakulär, gehören aber trotzdem zum Musikerleben dazu wenn man versucht sich langfristig etwas aufzubauen.


Wie du siehst gibt es also viele Dinge um die man sich kümmern sollte. Wenn man allerdings gut organisiert ist und gewisse Abläufe vereinfacht oder automatisiert hält sich der Aufwand oft in Grenzen. Dadurch bleibt am Ende auch wieder mehr Zeit für das, was man eigentlich liebt — nämlich Musik zu machen.


Und trotz all dieser organisatorischen Dinge ist es ein unglaublich schönes Gefühl mit etwas Geld verdienen zu können, das man wirklich gerne macht. Natürlich ist der Weg manchmal anstrengend und steinig. Aber andere Dinge, die einen den eigenen Zielen nicht näher bringen, sind oft genauso anstrengend — nur meistens deutlich weniger erfüllend.


Das Wichtigste bei all diesen Dingen ist wahrscheinlich, dass man weiß wofür man sie macht und dass man den Überblick über das eigene Leben behält.


Denn letztendlich möchte man sein Leben selbst gestalten und nicht nur Beifahrer sein.


Vielleicht bedeutet Musiker sein heute nicht mehr nur Musik zu machen.


Sondern Schritt für Schritt ein eigenes Musikerleben aufzubauen.

 
 
 

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