Warum ich nicht nur Musik machen möchte.
- Andreas Esterl

- 24. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen ich darüber nachdenke, wie sich Musik im Laufe der Zeit entwickelt hat. Damit meine ich jetzt nicht Produktionstechniken oder Musikstile sondern eher den Stellenwert der Musik selbst.
Früher war es ja oft so, dass ein Song oder ein Album das eigentliche Produkt eines Musikers oder einer Band war. Songs und Alben waren eine der Haupteinnahmequellen von Musikern. Das hat sich im Laufe der Zeit wesentlich verändert.
Deswegen habe ich mir in letzter Zeit immer öfter gedacht, dass es vielleicht an der Zeit ist, Musik anders zu denken. Ich sehe den Song heute nicht mehr unbedingt als das eigentliche Endprodukt an sondern eher als einen Teil von etwas Größerem. Etwas, das ein Erlebnis, eine Erfahrung oder ein Gefühl erzeugt.
Früher war es oft so, dass ein Song oder Album veröffentlicht wurde und anschließend eine Konzerttournee stattfand, um dieses Album zu bewerben. Heute sehe ich es eher so, dass Songs oder Alben oft dazu dienen, Konzerte oder Tourneen bekannter zu machen. Und genau dort entsteht dann dieses besondere Erlebnis.
Dabei geht es natürlich immer noch in erster Linie um Musik. Aber eben auch um Emotionen, Zusammengehörigkeit, Geschichten und Erinnerungen.
Doch das endet nicht nur dort.
Ich glaube, es geht heute auch stark darum, wofür ein Künstler steht. Dazu gehört natürlich auch der Content, den ein Künstler produziert oder wie er sich nach außen zeigt.
Ich für meinen Teil liebe es Musik zu machen. Sei es mit der Gitarre, live auf einer Bühne oder in meinem Homestudio. Gleichzeitig ist mir aber auch bewusst, dass es wahrscheinlich schwer geworden ist, allein mit dem Erschaffen von Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Deswegen geht es mir persönlich auch darum, Erlebnisse zu schaffen. Dabei denke ich gar nicht unbedingt groß. Denn man kann auch im kleinen Rahmen Gemeinschaft, schöne Erinnerungen und besondere Momente schaffen.
Zum Beispiel möchte ich beim Unterrichten nicht nur zeigen, wie man ein Instrument spielt. Ich erzähle auch Geschichten und versuche einfach eine gute Zeit für die Teilnehmer zu schaffen.
Und genau darum geht es mir auch bei meinem Projekt „Musikerleben – Musik erleben“.
Ich möchte damit einen positiven Ort im Internet schaffen. Einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, sich gegenseitig unterstützen und Teil einer Community werden können.
Wie du siehst besteht Musik für mich nicht nur aus einem Song. Der Song dient oft etwas Größerem.
Vielleicht sollte man Musik heutzutage breiter denken. Musik besteht nicht nur aus Klängen sondern betrifft die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle und Emotionen.
Es geht wahrscheinlich gar nicht mehr nur darum Musik zu machen.
Sondern darum Musik zu leben.



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