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Arbeit - Gegner oder Ermöglicher der Musik?

  • Autorenbild: Andreas Esterl
    Andreas Esterl
  • 11. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Oft ist es so wie auf dem Foto. Man würde gerne Musik machen aber der Proberaum bleibt leer weil die Arbeit ruft. Das Thema Arbeit ist für Musiker oft ein schwieriges Thema. Sie steht oft im Widerspruch zum Wunsch nach Kreativität, Freiheit und Selbstverwirklichung. Viele von uns träumen davon nur noch Musik zu machen - ohne fixe Anstellung, ohne Verpflichtungen, ohne Kompromisse.


Diesen Wunsch kenne ich sehr gut.

Die Realität sieht für die Musiker jedoch meistens anders aus. Musik ist zwar ein zentraler Bestandteil des Lebens jedoch nicht der Einzige.


Man hat als Mensch einige Verpflichtungen. Sei es Familie oder aber auch finanzielle Verpflichtungen. Das macht es oft nicht leicht einfach seinen Traum zu leben.


Oder aber man betrachtet das Ganze aus einem anderen Blickwinkel.


Ich habe für mich begonnen meine Haltung zur Arbeit bewusst zu verändern.

Ich sage nicht mehr: „Ich muss arbeiten gehen.“

Ich sage vielmehr: „Ich darf arbeiten gehen.“


Das bedeute jetzt nicht, dass Arbeit immer leicht oder mir immer Spaß macht. Vielmehr ist es ist sie für mich eine bewusste Entscheidung. Eine Entscheidung Verantwortung zu übernehmen und mein Leben bewusst zu gestalten.


Wie bereits besprochen gibt es natürlich äußere Verpflichtungen, die es schwieriger machen seinen Traum zu leben. Zu diesen Verpflichtungen gehören eben familiäre oder finanzielle Verpflichtungen aber auch das Thema Gesundheit spielt hier eine wesentliche Rolle. Viele dieser Grenzen, sind allerdings auch innerer Natur und die setzt man sich selbst. Gedanken wie „Das geht bei mir nicht.“ oder „Dafür habe ich keine Zeit.“ schränken einen oft stärker ein als die Realität selbst.


Gerade mit der Musik gibt es heute mehr Möglichkeiten denn je sich Schritt für Schritt etwas aufzubauen.


Ein paar Beispiele dazu:

  • Unterricht

  • Auftritte

  • eigene Projekte

  • Content


Das bedeutet zwar nicht, dass alles sofort funktioniert oder einfach ist aber es bedeutet trotzdem, dass Entwicklung möglich ist.


Arbeit und Musik sind keine Gegner sondern sie können sich sogar gut ergänzen.


Sie gibt mir persönlich die finanzielle Stabilität, Struktur und Freiheit meine Zeit und Energie bewusst in meine musikalischen Projekte zu investieren und mich somit um meine Musik zu kümmern. Ohne dieses Basis wäre der Aufbau eines eigenen musikalischen Unternehmens kaum möglich.


Ich glaube außerdem, dass Arbeit mehr ist als nur Geld zu verdienen. Sie gibt einem Struktur, Sinn und das Gefühl Teil von etwas zu sein. Voraussetzung dafür ist natürlich auch, dass man mit dem richtigen Mindset die Arbeit betrachtet und sich wirklich auch Arbeit sucht, die einem Sinn gibt und erfüllt. Es ist durchaus möglich solche Arbeitsstellen zu finden. Natürlich könnte man hier auch sagen, dass es nicht möglich oder nur sehr schwer ist, eine Arbeit zu finden, die einem wirklich Freude macht. Aber vermutlich sind auch das Grenzen, die man sich selbst setzt wenn man wirklich ganz ehrlich zu sich selbst ist.


Selbst ein langer Urlaub würde irgendwann leer werden und einem keine Freude mehr bereiten wenn man keine Aufgabe mehr hat oder kein Betrag und keine Richtung mehr da sind.


Im Musikerleben geht es für mich deshalb nicht darum, Arbeit loszuwerden sondern darum, sie so einzusetzen, dass sie Freiheit schafft und Raum gibt für das was wir wirklich lieben.


Vielleicht ist Arbeit nicht das Gegenteil von Musik.

Vielleicht ist sie - zumindes für eine gewisse Zeit - Teil des Weges.

 
 
 

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