Motivation kommt und geht. Gewohnheiten bleiben.
- Andreas Esterl

- 9. Aug.
- 3 Min. Lesezeit

Nach meinem Urlaub bin ich wieder in meinem Alltag angekommen. Arbeiten, Musik machen, Sport, Podcast, Blog, Newsletter - vieles läuft wieder so wie vor dem Urlaub. Dabei ist mir etwas bewusst geworden.
Wenn man mit einem Projekt startet ist man voller Energie. Man hat viele Ideen und möchte sofort loslegen.
Vielleicht kennst du das selbst ja auch wenn du ein Projekt gestartet hast.
Das Problem an der ganzen Sache ist jedoch, dass die Motivation nicht immer bleibt.
In meinem Fall ist es so, dass es Tage gibt, da freue ich mich richtig darauf einen Song zu schreiben, Gitarre zu üben, meinen Podcast aufzunehmen oder meinen Blog zu schreiben.
Es gibt aber auch Tage, an denen ich einfach müde bin oder lieber was anderes machen würde. Früher hätte ich an solchen Tagen vieles verschoben.
Mittlerweile ist mir aber bewusst geworden, dass genau diese Dinge zu meinem Leben gehören. Ich frage mich heute zum Beispiel nicht mehr ob ich Lust habe einen Blog zu schreiben. Ich schreibe ihn einfach. Nicht weil ich es muss, sondern weil dieses Projekt mittlerweile zu meinem Leben gehört.
So ist es zum Beispiel auch wenn ich mein Workout mache. Ich habe nicht immer Lust damit zu beginnen. Ich mache es aber trotzdem. Weil ich eine Vision habe und diese Vision lasse ich nicht mehr von meiner Motivation beeinflussen.
Motivation ist zwar ein schönes Gefühl aber sie begleitet uns nicht jeden Tag.
Gewohnheiten helfen uns hingegen auch an Tagen weiter an denen wir keine große Motivation verspüren.
Deswegen ist es für mich wichtig geworden mir gewisse Gewohnheiten anzueignen. Viele Dinge in meinem Leben laufen fast schon automatisch ab. Ich habe allerdings gemerkt, dass das nicht von selbst geht. Ich habe daran bewusst gearbeitet mir gewisse Gewohnheiten anzueignen. Das war nicht immer leicht weil sich der innere Schweinehund oft genug gemeldet hat und es auch noch immer tut. Er möchte, dass ich mich entspanne oder einfach in den Tag hineinlebe. Nur führt diese Einstellung nirgendwo hin.
Es war nicht immer leicht mir diese Gewohnheiten anzueignen aber das Gefühl dranzubleiben und nicht aufzugeben ist mit nichts zu vergleichen.
Die wenigen Tage an denen wir motiviert sind verändern nicht unser Leben sondern es sind die vielen ganz normalen Tage an denen wir unsere Gewohnheiten erledigen.
Was ich an dieser Stelle noch erwähnen möchte ist, dass es natürlich nicht immer leicht ist, sich gute Gewohnheiten anzueignen. Es wird Tage geben an denen wir sie nicht machen, an denen wir sie vernachlässigen oder nur oberflächlich machen. Wichtig ist es allerdings immer wieder zurückzukommen. Wenn man geplante Gewohnheiten mal nicht macht ist man nicht gescheitert. Man scheitert nur wenn man völlig aufgibt. Früher hätte ich wahrscheinlich gedacht, jetzt ist sowieso alles egal. Heute versuche ich am nächsten Tag einfach weiterzumachen.
Im Gegenteil zu den guten Gewohnheiten ist es oft so, dass wir uns im Laufe der Zeit oft viele schlechte Gewohnheiten aneignen. Auch darüber habe ich für mein Leben viel nachgedacht. Genauso wichtig wie es für mich war gute Gewohnheiten für mein Leben durchzuziehen war es für mein auch sehr wichtig mich von meinen schlechten Gewohnheiten zu trennen. Auch das ist nicht einfach. Aber wenn man sich bewusst ist, warum man diesen Kampf für gute und gegen schlechte Gewohnheiten macht dann kann es gelingen und mit der Zeit erkennt man wie sich das eigene Leben Schritt für Schritt zum Positiven verändert.
Früher habe ich geglaubt, Motivation bringt mich ans Ziel. Heute glaube ich, dass mich meine Gewohnheiten viel weiter gebracht haben.



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