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Warum Abstand manchmal neue Perspektiven schenkt.

  • Autorenbild: Andreas Esterl
    Andreas Esterl
  • 19. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Ich bin gerade im Urlaub und sitze auf der Hotelterrasse. Es ist angenehm ruhig. Menschen gehen vorbei und man hört sie in der Ferne reden und ihren Urlaub genießen. Der Sommer ist für viele Menschen eine Zeit, in der alles etwas ruhiger wird. Es sind Ferien, die Kinder haben keine Schule und viele finden wieder etwas mehr Zeit für sich selbst.


So ist es im Moment auch bei mir. Ich bin in Italien und mein Tagesablauf sieht hier ganz anders aus als zu Hause. Ich habe keine Verpflichtungen und kann mir die Zeit so gut es geht selbst einteilen.


Mein Musikerleben geht allerdings auch im Urlaub weiter. Auch wenn ich hier viel Zeit mit meiner Familie verbringe, begleitet mich die Musik jeden Tag. Sie ist etwas, das mein Leben erfüllt und für das ich brenne. Genau deshalb schreibe ich auch hier im Urlaub meinen Blog. Nicht, weil ich das Gefühl habe arbeiten zu müssen, sondern weil das Schreiben inzwischen genauso zu meinem Musikerleben gehört wie das Gitarrespielen, Songwriting oder Musikproduzieren. Ich bin dankbar, dieses Leben leben zu dürfen. Natürlich gibt es auch Rückschläge und Dinge, die manchmal nicht so laufen, wie ich es mir wünsche. Aber auch das gehört dazu. Es gehört zu meinem Leben. Zu meinem Musikerleben.


Ich nutze die ruhige Zeit hier auch, um nachzudenken. Über mein Leben. Über meine Projekte. Über das, was ich wirklich möchte. Aber auch darüber, wie ich manche Dinge in Zukunft anders machen möchte, um mir mein Traumleben aufzubauen. Das fühlt sich für mich nicht wie Arbeit an. Es ist ein Teil meiner Identität.


Ich genieße den Abstand, der mir die Möglichkeit gibt, nicht zwangsläufig nach neuen Antworten suchen zu müssen. Stattdessen finde ich Ruhe. Und ich glaube, dass Ruhe manchmal wichtiger ist als neue Antworten.


Mir ist dabei noch etwas bewusst geworden. Das Musikerleben ist für mich nicht einfach ein Hobby oder ein Beruf. Es ist ein Teil meiner Identität. Deshalb fühlt es sich für mich auch nicht so an, als würde ich im Urlaub arbeiten, wenn ich diesen Blog schreibe oder meinen Laptop dabeihabe, um Musik zu machen. Das Musikerleben ist mein Leben. Es geht alles Hand in Hand. Familie, Musik, Finanzen, Gesundheit und der höhere Sinn. All diese Bereiche begleiten mich jeden Tag und gehören zu meinem Leben.


Auch im Urlaub nehme ich mir Zeit, über diese Dinge nachzudenken. Was macht mein Leben aus? Was ist meine wahre Identität? Wie möchte ich mein Leben gestalten? Im Alltag funktioniert man oft einfach und arbeitet eine Aufgabe nach der anderen ab. Hier im Urlaub bekommen viele Dinge eine andere Gewichtung. Man hat mehr Zeit für sich selbst und kann seine Gedanken sortieren.


Ich bin nicht jemand, der einfach nur in den Tag hineinlebt.


Ich bin jemand, der seinem Leben einen Sinn geben möchte.


An jedem Tag.

 
 
 

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