Der lange Weg eines Musikers
- Andreas Esterl

- 8. März
- 3 Min. Lesezeit

Viele Menschen sehen oft einen Musiker auf der Bühne stehen. Er hat Spaß, beherrscht sein Instrument und es scheint für ihn nichts Schöneres auf der Welt zu geben. Er ist in seinem Element und alles scheint für ihn eine Leichtigkeit zu sein. Sehr oft stimmt das sogar. Doch wenn man einen Blick hinter die Kulissen wirft, sieht man oft, dass es ein langer Weg dahin ist bis man zu diesem Augenblick kommt. Ein Weg voller Übung, Versuche, Ideen…und manchmal auch Zweifel.
Als ich mit der Musik begonnen habe, war das auch immer mein Traum. Auf einer Bühne zu stehen, Menschen zu begeistern, ihnen eine gute Stimmung bereiten aber auch Gefühle bei den Menschen auszulösen. Sie sollten einfach die Zeit genießen und ich wollte sie dabei mit meiner Musik unterstützen. Letztendlich habe ich es auch geschafft. Aber bis es soweit war musste ich dazu bereit sein viel zu arbeiten, viel zu investieren, emotionale Achterbahnfahrten zu durchleben und auch immer wieder Rückschläge in Kauf zu nehmen. Aber es hat sich letztendlich gelohnt. Durch all diese Erfahrungen bin ich gewachsen, stärker geworden und mir ist immer klar geworden, was ich wirklich wollte.
Die Gitarre war immer mein Hauptinstrument und sie ist es noch immer. Allerdings entwickelten sich im Laufe der Zeit auch andere Interessen. In erster Linie waren es das Songwriting und die Musikproduktion. Also begann ich auch diesen Weg neben den Liveauftritten zu gehen. Ich befasste mich viel mit dem Thema und war auch hier wieder bereit viel zu lernen und viel zu investieren. Auch hier stand mir ein langer Weg bevor, der noch immer nicht zu Ende ist.
Mir ist dabei bewusst geworden, dass es egal ist, welchen Weg man einschlägt. Man muss immer wieder bereit sein, hart zu arbeiten und man darf sich vor allem vom nichts davon abbringen lassen, seine Ziele zu erreichen.
Im Laufe der Zeit habe ich auch gelernt, dass der Weg eines Musikers nie gerade verläuft. Es gibt Auf‘s und Ab‘s…es gibt Rückschläge, es gibt Tage voller Tatendrang und Motivation, es gibt Tage, an denen alles gut läuft und man das Gefühl hat, nichts könnte einen aufhalten…aber dann gibt es auch Tage voller Zweifel, Tage an denen nichts funktioniert und auch Tage an denen kleine leise Gedanken kommen ob man wirklich den richtigen Weg gewählt hat und ob man nicht doch lieber alles hinschmeißen sollte. Man kommt einfach nicht weiter.
Aber genau hier kommt der Knackpunkt. Wenn du ein Ziel hast, ist es egal wie viel Schläge du einstecken musst, es ist egal wie oft du zu Boden gehst. Es ist einzig und allein nur wichtig, dass du immer wieder aufstehst. Du bist nicht der Einzige, dem es so geht.
Warum habe ich trotz vieler Rückschläge und Enttäuschungen immer wieder weitergemacht und nie aufgehört Musik zu machen? Weil Musik einfach ein Teil meines Lebens und meiner Identität ist. Sie hilft mir, mich auszudrücken und sie hilft mir, mich als Mensch weiterzuentwickeln. Musik hilft mir, viele Menschen damit zu berühren. Sei es darum wenn sie Party machen wollen oder einfach ruhige Momente brauchen in denen sie ihren Gefühlen nachgehen wollen.
Und all das ist es wert für mich weiterzugehen.
So sollte es auch für dich sein. Nur wenn dir das, was du tust, dieses Gefühl gibt lohnt es sich niemals aufzugeben und auch durch steinige Wege zu gehen.
Vielleicht ist der Weg eines Musikers nicht immer gerade.
Vielleicht dauert vieles länger als gedacht.
Aber wenn etwas wirklich Teil deines Lebens ist, lohnt es sich weiterzugehen.
Schritt für Schritt.



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