Warum dein Leben mehr in deiner Hand liegt, als du denkst.
- Andreas Esterl

- 15. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Ich habe immer wieder Sätze gehört wie:
“Man kann ja eh nichts ändern.”
“So ist das System.”
“Andere haben es leichter.”
“Ich hatte nie die gleichen Chancen.”
Und es stimmt ja. Das Leben ist nicht immer fair. Manche Menschen starten mit besseren Voraussetzungen. Manche haben mit Dingen zu kämpfen, die anderen erspart bleiben.
Ich habe jedoch auch gelernt, dass es nicht darauf ankommt wie die Umstände sind sondern wie man sie betrachtet und mit welcher Haltung man an sie rangeht.
Verantwortung kann oft nach Druck und Pflicht klingen. Auch wenn das Leben oft schwierig ist hört man oder sagt auch zu sich selbst: “Du musst jetzt stark sein.”
In Wahrheit ist es jedoch so, dass man nicht immer verantwortlich für die Umstände ist, die ins Leben treten. Jedoch ist man sehr wohl dafür verantwortlich wie man auf diese Umstände reagiert.
Genau darin liegt die Freiheit.
Denn solange ich anderen die Schuld gebe, gebe ich auch meine Gestaltungskraft ab.
Wenn ich zum Beispiel sage:
“Mein Arbeitgeber ist schuld.”
“Die Politik verhindert alles.”
“Meine Vergangenheit blockiert mich.”
Dann bleibe ich stehen.
Wenn ich mir selbst stattdessen die Frage stelle:
“Was liegt in meinem Einflussbereich?”
Dann beginne ich zu gestalten.
Nehmen wir zum Beispiel das Thema Geld.
Ich kann zwar jammern, das alles teurer wird.
Oder ich kann beginnen, mich mit dem meinen Finanzen auseinanderzusetzen.
Ausgaben analysieren.
Wissen aufbauen.
Investieren.
Einnahmen erhöhen.
Ich kann zwar nicht alles kontrollieren - aber ich kann reagieren.
Genauso bei der Gesundheit.
Ich habe vielleicht keine zwei Stunden täglich für Sport.
Aber 30 Minuten?
Treppen statt Lift?
Kurze Wege zu Fuß?
Es sind selten die großen Umbrüche.
Es sind die täglichen Entscheidungen.
Jammern hat eine kurzfristige Wirkung.
Es verschafft Erleichterung.
Man fühlt sich verstanden.
Man bekommt Zustimmung.
Aber langfristig lähmt es.
Verantwortet ist anstrengender.
Sie zwingt zur Ehrlichkeit.
Sie konfrontiert mich mit meinen eigenen Ausreden.
Aber sie stärkt. Denn sobald ich beginne zu handeln, kehr etwas zurück: Ruhe.
Nicht weil alle Probleme geloöst sind sondern weil ich weiß, dass ich tue, was in meiner Macht steht.
Viele warten auf Motivation. Aber Motivation ist unzuverlässig. Konsistenz ist stabiler.
Wenn ich nur trainiere wenn ich Lust habe, werde ich selten trainieren.
Wenn ich trainiere, weil ich Verantwortung für meinen Körper übernehme, entsteht Disziplin.
Wenn ich mich nur mit meinen Finanzen beschäftige, wenn ich motiviert bin, werde ich es aufschieben.
Wenn ich es tue, weil ich Verantwortung für meine Zukunft übernehme, verändert sich mein Verhalten.
Das Leben wird dich testen.
Finanziell.
Gesundheitlich.
Beziehungstechnisch.
Beruflich.
Die Frage ist nicht, ob schwierige Phasen kommen. Die Frage ist, wie du ihnen begegnest.
Opferhaltung führt in Bitterkeit. Verantwortung führt in Entwicklung. Du kannst nicht alle verändern. Aber du kannst deine Haltung verändern. Und manchmal reicht genau das.
Wo in einem Leben jammerst du - obwohl du handeln könntest?
Und was wäre dein nächster kleiner Schritt?
Nicht der perfekte.
Nicht der große Durchbruch.
Nur der nächste kleine Schritt.
Denn vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Stillstand und Wachstum.
Wenn dich dieses Thema weiter beschäftigt, findest du dazu auch Gedanken in meinem aktuellen Podcast.



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